Frage

Spekulationssteuer nach Teilungsversteigerung

Sehr geehrte Frau Seiter,
Spekulationssteuer nach Teilungsversteigerung?
Fallen Steuern aus einem privaten Veräusserungsgeschäft (Spekulationssteuer) an, wenn ja wie wird berechnet.
Vorbemerkung: Bekannt sind § 23 EstG, BMF Schreiben IV C 3-S 2256-263/00 vom 5.10 2000, BMF-Schreiben IV B 2-S 2242- 7/06 vom 11.01.2006.

Mein Bruder N. und ich K. bilden eine ungeteilte Erbengemeinschaft nach unserer Mutter E.
Sie verstarb August 2007. Vorverstorben war der Vater Ew. in 2005. Bruder U. hat einen notariellen Erb- Pflichtteilsverzichtsvertrag mit den Eltern in 2001 abgeschlossen. Sie hinterließen neben Geld auch ihr Haus auf 1300m² Verkehrswert 76.000€ und ein Garagenbauland auf der gegenüberliegenden Seite von 263m² VW 4.000€. Das Haus nebst Grundstücken ist seit 1960 unnunterbrochen in Familienbesitz und wurde ausschließlich privat genutzt. Es besteht gesetzliche Erbfolge. N und K sind in den Grundbuchblättern als Erbengemeinschaft seit 10/2007 eingetragen. Es gab Streit zwischen N und K. Es folgte Antrag auf Teilungsversteigerung. K erhielt den Zuschlag für 40.000€ ( 5/10-Grenze,gemeinschaftliche TV) am 18.12.2009. Eintrag ins Grundbuch voraussichtlich 03/2010. K. wurde per Nullbescheid von der Grunderwerbssteuer befreit. (§ 3 Nr.3 GrEStG).
Der Erlösüberschuß blieb unverteilt und ist hinterlegt. (Streit).
Nun will K. verkaufen und hat per Handschlag für 80.000€ also den Gesammt-Verkehrswert an O. verkauft. Vorausgesetzt K. wird als Alleineigentümer im Grundbuch eingetragen und O. erhält die Finanzierungszusage, soll im März der Verkauftermin beim Notar erfolgen.
Zusatzinformation: K. ist mit seiner Familie seit 22.12.2009 als Nebenwohnsitz dort gemeldet.

Fachbereich: Steuerrecht
Preis: EUR 35,00
Erstellt am: 24.02.2010, 10:50 Uhr

Antwort

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Die Frage wurde beantwortet von:

Dr. Corina Seiter
Dr. Corina Seiter
Rechtsanwältin u. Diplom-Ökonomin, zugleich Fachanwältin für Strafrecht & Familienrecht