Frage

12 Monatsgarantie iphone

Ich habe einen t-mobile Vertrag - und dort gegen Vertragsverlängerung ein verbilligtes iphone erhalten.
Dieses iphone hat nun nach 12 Monaten und 39 Tagen den Geist aufgegeben - ich war anerkanntenmaßen nicht schuld daran (die Gummidichtigung hat sich aus welchem Grund auch immer gelöst - ich vermute dass mal der Grund war Made in China) - trotzdem weigert sich T-Mobile die Kosten zu übernehmen mit der Begründung dafür sei Apple zu übernehmen, und Apple weigert sich zu die Kosten zu übernehmen mit der Begründung sie hätte nur 12 Monate Garantie auf das iphone gewährt - ich hätte das Kleingedruckte lesen sollen. Ich verstehe schon nicht wieso ich mich an Apple wenden soll - wenn ich von t-mobile ein Handy zur Verfügung gestellt bekomme und kann Apple mit der einer Verkürzung der gesetzlichen Garantie von 24 auf 12 Monaten durchkommen ?

Fachbereich: Kaufrecht
Preis: EUR 20,00
Erstellt am: 17.08.2009, 18:53 Uhr

Antwort

Sehr geehrter Fragender,

zunächst ist zwischen Garantie und Gewährleistung zu unterscheiden. daher möchte ich zunächst den Unterscheid zwischen Garantie und Gewährleistung näher erläutern.

Garantie:
Unter Garantie ist eine freiwillige Leistung eines Herstellers zu verstehen.

Der Hersteller kann die Bedingungen selber dabei festlegen, sie einschränken etc..
Laut der Apple-Website wird tatsächlich nur eine Herstellergarantie von 12 Monaten ab Kaufdatum gegeben.

Daher kann ein Anspruch gegenüber Apple nicht mehr geltend gemacht werden.

Gewährleistung:
Bei der Gewährleistung besteht - anders als bei der Garantie - eine gesetzliche Regelung. Hiervon kann nur beim Privatverkauf abgewichen werden, wenn die Gewährleistung richtig ausgeschlossen wurde, nicht jedoch vom Unternehmer gegenüber Verbrauchern bei Neuwaren.

Es gelten folgende Gewährleistungsfristen:
2 Jahre bei Neuwaren, Begrenzung nicht möglich, bei gebrauchten Sachen Begrenzung auf 1 Jahr möglich.

Wichtig ist zudem, dass innerhalb der ersten 6 Monate der Händler beweisen muss, dass der Mangel bei Übergabe noch nicht vorgelegen hat. Nach den 6 Monaten dreht sich die Beweislast dann jedoch um und der Käufer muss nachweisen, dass

Somit muss die Telekom Ihr Handy dann nachbessern - und darf Sie nicht an den Hersteller verweisen-, wenn Sie beweisen können (denn nach 6 Monaten greift die Beweislastumkehr), dass der Mangel bereits vor Übergabe bestand und es sich somit nicht um bloßen Verschleiß handelt. Bei einer Gummidichtungen dürfte das schwer zu beweisen sein.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

Beantwortet von:

Dr. Corina Seiter
Dr. Corina Seiter
Rechtsanwältin u. Diplom-Ökonomin, zugleich Fachanwältin für Strafrecht & Familienrecht